Stosswelle


Hintergrund

Stoss- und Druckwellen welche extrakorporal erzeugt werden finden heutzutage vielfältige Anwendung in der Medizin. Fokussierte Stosswellen und radiale Druckwellen (meist fälschlich als radiale Stosswellen bezeichnet) unterscheiden sich in der Art der Erzeugung. Es handelt sich dabei in beiden Fällen um nicht-invasive Verfahren.

Schmerzen mit Schallwellen bekämpfen: fokussierte Stosswelle

Fokussierte Stosswellentherapie

Fokussierte Stosswellen sind energiereiche, hörbare Schallwellen. Sie werden je nach Einsatzbereich piezoelektrisch, elektrohydraulisch oder elektromagnetisch erzeugt. Niederenergetische Stosswellen werden auf die betroffenen Stellen am menschlichen Körper aufgebracht: Sie werden über ein Gelkissen und Ultraschallgel an den Körper angekoppelt, die wiederholten Impulse sind vom Patienten spürbar. Der Effekt im Körperinneren ist eine Förderung der Durchblutung und ein Ankurbeln des Stoffwechsels. Dadurch werden Heilungsprozesse in Gang gebracht und erkranktes bzw. verletztes Gewebe kann sich regenerieren.

Behandlung mit radialen Druckwellen

Radiale Druckwellen werden durch die Kollision fester Körper erzeugt (ballistisches Prinzip). Dabei wird durch Druckluft ein Projektil stark beschleunigt und dann durch Auftreffen auf einen Prallkörper abrupt abgebremst. Der Prallkörper wird über Ultraschall-Gel in Kontakt mit der zu behandelnden Oberfläche gebracht, die frei werdende Druckwelle kann sich radial im Körper ausbreiten. Die Wirkung reicht ca. 3-4 cm in die Tiefe, die Hauptwirkung findet sich jedoch an der Körperoberfläche.

Radiale Stosswellentherapie

Kombination von fokussierter Stosswelle und radialer Druckwelle

Kombiniertes Stosswellengerät

Absolut gewinnbringend für die Therapie erweist sich die Kombination beider Methoden, in unserem Fall mit dem Duolith SD1 T-Top F-SW ultra und dem Masterpuls MP 100 ultra der Firma Storz Medical. Durch die entsprechende Vor- und Nachbereitung des myofaszialen Gewebes durch die radiale Druckwelle wird die Behandlung mit der fokussierten Stosswelle deutlich entspannender, effizienter und weniger schmerzhaft für den Patienten. Dauer der Behandlung beträgt hier ca. 25 – 30 Minuten.

Klassische ESWT- und TPSTBehandlung

Des Weiteren bieten wir unseren Patienten mit dem bewährten Piezo-Wave der Firma Wolf in unserer Therapie in Wörgl ein Gerät, das sowohl die ESWT (Extrakorporale fokussierte Stoßwellentherapie), als auch die TPST (Triggerpunkt-Stoßwellentherapie) ermöglicht. Bei dieser Behandlung müssen Sie mit ca. 10- 15 Minuten Behandlungszeit rechnen.

Unser Gerät für die Stoßwelle, das Piezowave.

Anwendungsgebiete

  • Kalkschulter
  • Tennisellbogen/Golferellbogen
  • Fersensporn
  • Achillessehnen-Beschwerden
  • Entzündung der Sehnenansätze
  • Schleimbeutelentzündung
  • Pseudoarthrosen
  • Knochenbrüche, Knochenmarksödem
  • Myofasziales Schmerzsyndom
  • Chronische Schulter- und Nackenschmerzen
  • Verspannungen der Rückenmuskulatur, Lumbago
  • Schmerzhafte Triggerpunkte
  • Verspannungen im Bereich Hüfte/seitlicher Oberschenkel

Wieviele Behandlungen sind nötig?

Wie oft behandelt wird und in welchen Abständen wird individuell mit dem Patienten vereinbart, in Rücksichtnahme auf seine persönliche Situation. Erfahrungsgemäß haben sich jedoch fünf Behandlungen im Abstand von je 1 Woche bewährt.

Quelle für die physikalischen Grundlagen: www.storzmedical.com